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Tiere

Grundsätzliches

Das Aufnehmen, Abgeben und Vermarkten von Tieren unterscheidet sich doch wesentlich von Gebrauchsgegenständen, Autos, Immobilien, und so weiter.

Auf alle essentiellen und auch nicht so wichtigen Fragen und Antworten rund um das Thema TIERE möchten die Tier-Experten von ALAMIO deshalb besonders einfühlsam eingehen.

Dabei spielen Nutztiere genau so eine Rolle, wie auch Exoten oder Haustiere. Am Häufigsten werden dabei sicherlich Haustiere im Fokus Deiner Bemühungen stehen; also etwa Hunde, Katzen oder Pferde. Die pragmatischen Menschen unter den ALAMIO-Nutzern sind im Allgemeinen Nutztierhalter, zum Beispiel Landwirte oder Viehzuchtbetriebe. Und dann gibts da noch die Exoten. Nicht nur unter den Menschen. Mit Exoten meinen wir vor Allem exotische Tiere wie Spinnen, Echsen, Reptilien und Andere.

Der Wille zum Austausch von Tieren hat viele Väter oder vereinfacht auch Gründe. Das Annehmen beziehungsweise die Aufnahme eines Tieres jedoch bedarf in jedem Einzelfall – zumindest aus unserer ALAMIO-Sicht – besonderer Fürsorge in seiner nachfolgenden Handlungsweise.

Denn Tiere sind wie wir: Lebewesen. Und als solche – eben anders als gebrauchte Autos – besonders schutzbedürftig. Auf Basis dieses Wissens und dieser Einstellung geben wir Euch unsere Empfehlungen.

Eine grundsätzliche Bedeutung hat dabei unser Verantwortungsgefühl gegenüber dem Tier. Als annehmender Tierhalter hast Du Dir VORHER darüber Gedanken zu machen, ob Du diese Verantwortung nicht nur tragen kannst, sondern (vor allen Dingen) auch willst.

Viele Tiere, darunter die meist getauschten Tiere wie Hunde und Katzen, benötigen eine nicht zu verachtende Portion unserer Zeit alleine in unserem Zuneigungsgebaren. Vereinfacht ausgedrückt: sie brauchen Liebe und Zuwendung, Zusprache, Aufmerksamkeit.

Darüber noch stehend ist Dein Wille, das Tier Artgerecht zu behandeln. Jegliche Art von Strafmaßnahmen körperlicher Gewalt sind dabei in ihrer Willensbildung bereits genau so zu verachten, wie Neigungen zu anderen Arten von Tierquälerei. Darunter verstehen wir von ALAMIO durchaus auch psychische Torturen: der Entzug von Zuneigung oder Futter und anderer zu missachtenden Maßnahmen.

Während Katzen weniger Zeit in ihrer Haltung benötigen, weil sie von ihrem Grundcharakter her bereits freiheitsliebende, vor Allem aber Tiere “mit eigenem Kopf” sind, sieht das bei Hunden schon ganz anders aus. Auch aus diesem Grund eignen sie sich ohne sorgfältige Vorbereitung niemals als Geschenkartikel.

  • Das geschenkte Tier

Ein mit einem Hund beschenktes Kind ist dabei aber gar nicht auszuschließen. Richtig angegangen, kann und wird ein Kind in seinem Verantwortungsbewusstsein trainiert und zu großem Verständnis für dieses Thema gebracht. Und kann dies später auch weitergeben. Insofern kann man Gutes für Generationen tun.

Richtig angegangen bedeutet in diesem Fall aber lange und intensive Vorbereitungszeit mit dem Kind auf ein künftiges Zusammenleben mit dem Tier – und damit einhergehend auch der notwendigen nachhaltigen (!) Verantwortungsübernahme.

Viele Elternteile streuben sich aus diesen Gründen davor, ihrem Kind ein Tier Geschenkweise zu überlassen. Und haben Sorge für die Zukunft, sich dann doch selbst um das Tier kümmern zu müssen. Das ist aber nicht nur zu kurz, sondern auch vollkommen falsch bedacht.

Denn wir wissen natürlich, dass ein beschenktes Kind Verantwortung gegenüber dem Tier nicht durch nur kurzfristige Übernahme der selbigen erlernt sondern im Wesentlichen erst durch die nachhaltige Fürsorge für das Tier.

Dabei spielt das Alter des Kindes fast keine Rolle und erst recht auch Jugendliche müssen nicht nur auf den richtigen Verhaltensweg geführt sondern insbesondere dorthin angehalten werden. Je jünger jedoch das Kind, desto mehr muss man als Kindesverantwortliche den Prozess aktiv mit begleiten und unterstützen.

Die erste Freude über ein geschenktes Tier birgt einen großen Schatz an Euphorie – und solch eine ist, wir wir alle schmerzlich wissen, nicht nur bei Tieren sehr rasch verraucht. Erst der stetig verantwortliche Umgang mit dem Tier erzieht das Kind oder den Jugendlichen zum nachhaltigen Erkennen der der Verantwortungsübernahme zu Grunde liegenden Notwendig- und Sinnhaltigkeit.

All das hier Gesagte betrifft aber nicht nur den jungen Menschen, sondern auch den Erwachsenen. Denn dadurch, dass diese eben selbst oft auch nicht auf diesen Weg zur Verantwortungsübernahme angehalten oder gar erzogen wurden, ist doch ebenfalls ein ähnlicher Einsatz und auch Sichtweise notwendig.

Die konkreten ALAMIO-Empfehlungen sind daher: KEIN Überraschungsgeschenk (zumindest nicht im klassischen Sinn). Man kann die zu beschenkende Person jedoch auch ohne einer konkreten Aussicht auf ein geschenktes Tier auf solch einen Weg vorbereiten (zum Beispiel unter dem Motto “wenn Du mal ein Tier geschenkt bekommst, dann hast Du…”). Vorbereitung ist also dringend und zwingend notwendig.

Zunächst muss die zu beschenkende Person über alles aufgeklärt werden, was die Bedürfnisse des “Geschenk-Tieres” betreffen, und zwar hinweg über jede Altersstufe des Tieres. Welpen und Katzenbabys sind noch nicht stubenrein, nicht automatisch. Während Katzenbabys recht schnell lernen das Katzenklo zu nutzen, brauchen Welpen dafür viele Wochen, meist Monate. Dies fordert schon beim Erwachsenen eine hohe Geduld – aber auch Verständnis.

Konkret heißt das, dass Welpen schon in diesem Zusammenhang eine hohe Zeitinvestition benötigen. Man läuft quasi permanent durch die Wohnräume, in denen sich die Welpen aufhalten, um deren “Geschäfte”, groß und klein, zu beseitigen. Gleichzeitig hat man auf die kleinen Tiere zu achten – denn erziehungstechnische Maßnahmen greifen nicht, wenn diese erst 10 Minuten oder gar noch später ergriffen werden. Das Tier benötigt zum Aufbau seines Verhaltenswissens (nicht nur bezüglich seiner Reinlichkeit) einen SOFORTIGEN Hinweis. Sonst kann es das Geschehene mit der Maßnahme (zum Beispiel Schimpfen) nicht in Zusammenhang setzen und wird dadurch eher verwirrt, als auf den richtigen Weg gebracht.

Stellst Du fest, dass das Welpen gerade “muss” oder gerade begonnen hat, in den Wohnräumen sein Geschäft zu erledigen, ist umgehendes Handeln angebracht. Dabei kann es sinnvoll sein, das Welpen im Nackenfell zu packen (das tund deren Eltern auch) und gleich vor die Tür zu bringen. Aber Achtung: der Balkon in der vierten Etage eignet sich dazu in keinem Fall. Denn das Tier würde nur lernen, seine Geschäfte am Balkon entrichten zu dürfen. Bereits mittelfristig betrachtet liegt das aber nicht im Sinn der Hundehalter – und auch nicht der Wohnungseigner.

Das Ziel soll sein, dass das Tier künftig seine Geschäfte nur im Außenbereich erledigt. Natürlich hat es hier der Hausbesitzer mit eigenem Garten leichter. Aber es lässt sich aus Erfahrung heraus auch in einer Stadtwohnung antrainieren.

Nun sind unsere Hinweise hier nicht der Hunde- oder Katzenerziehung gewidmet. Dafür gibt es bereits genug Lektüre.

Wichtig aber zu wissen ist: das junge Tier benötigt in seiner Entwicklungsphase einen besonders großen Zeiteinsatz der sich nicht auf das Tageslicht konzentriert sondern auch Nachts aufzuwenden ist.

Deshalb ist die zu beschenkende Person besonders zu instruieren, was dann passiert, wenn so ein Hundebaby in den Familienkreis kommt. Gerade Kinder werden sich schwer tun, Nachts aufzustehen, um mit dem Hund noch einmal hinaus zu gehen. Das wäre auch aus Kindesfürsorglicher Sicht nicht empfehlenswert. Hier müssen schon Vater, Mutter oder große Geschwister hilfreich zur Verfügung stehen. Das heißt, auch diese Personen müssen auf die künftige Verantwortung eingeschworen werden.

Aber: dass das Kind selbst, auch VOR der Schule, noch einmal mit dem Hund Gassi geht oder den Unrat der Nacht beseitigt, gehört sehr wohl dazu. Ebenso, der direkte Gassi-Gang direkt nach der Schule, also noch bevor das belohnende Essen auf dem Tisch steht. Denn dadurch lernt die Person, dass das Tier über seine Notwendigkeiten nicht alleine entscheiden kann und deshalb auf den Menschen angewiesen ist.

Mit der beschenkten Person hat man auch BEVOR das Tier in den Haushalt kommt, die Pflicht, ausgiebig darüber zu sprechen und danach zu vereinbaren, wer sich wann und wie um das Tier zu kümmern hat.

Dazu gehört auch Beispielsweise der regelmäßige Besuch einer Hundeschule und auch die Trainingszeiten außerhalb dieser. Hier können die verantwortlich Schenkenden mit dem künftig verantwortlich Beschenktem Vereinbarungen darüber treffen, welche Aufgaben die beschenkte Person allein übernehmen muss, welche schrittweise allein übernommen werden und welche Aufgaben man beispielsweise als Erwachsener dem Kind auf jeden Fall abzunehmen hat (wie die “Nachtrunden”).

Mit all den vorgenannten Maßnahmen wird man dann nicht nur als Schenker glücklicher. Auch die Beschenkten haben einen bestimmten Rahmen selbst zu verantworten.

So gesehen, handelt es sich beim richtigen Umgang mit der beschenkten Person um ein großes Geschenk an diese – aber auch an den Rest der Lebensgemeinschaft.

Natürlich haben verschenkte Pferde andere Notwendigkeiten, was die Übernahme von Verantwortung betrifft. Hier ist der Beschenkte auf andere Maßnahmen vorzubereiten, als bei Hundewelpen oder Katzenbabys. Wie zum Beispiel regelmäßiger Aufenthalte im Stall, auf dem Reitplatz, der Koppel oder durch Ausritte. Die Reinigung der Boxen (das Ausmisten), des Pferdes selbst (Striegeln, Kämmen und Abwischen), der Bewegung des Tieres und dessen Unterricht. Aber es gibt Ähnlichkeiten.

Das betrifft auch Meerschweinchen, Goldhamster oder andere Nagetiere. Deren Aufenthaltsboxen sind auch regelmäßig zu säubern – und das wird sinnvoller Weise vom Beschenkten gemacht.

Nicht zu vergessen sind für alle Tiere eine ausreichende medizinische Betreuung (und damit einhergehend auch die damit im Zusammenhang stehenden Kosten).

Reptilien wiederum bedürfen anderer Hinweise der Schenkenden. Insbesondere deren Artgerechte Haltung unter Beachtung von Sicherheitsnotwendigkeiten spielen hier eine bedeutende Rolle, aber auch der Umgang damit (eine Boa Constructa wird nicht wie die Katze geknutscht).

Nachhaltig bedeutet in jedem Fall, dass sich die beschenkte Person jeden Alters vollkommen und unmissverständlich darüber im Klaren ist, welche Verantwortung mit einem Tier zusammenhängt. Und natürlich, dass die beschenkte oder zu beschenkende Person darauf eingestellt hat, dass es sich um eine Lebensaufgabe handelt – zumindest zu Lebzeiten des Tieres.

Last but not Least ist eine zu beschenkende Person und insbesondere dabei die Kinder VORAB mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass das Tier üblicher Weise eine kürzere Lebenszeit hat, als der Schenkungsannehmende selbst. Und was das eigentlich heißt: diese einen schier selbst vernichtende Erkenntnis, sich von einem lieb gewonnen Wesen – dass man dann genau so liebt (und manchmal auch mehr) wie ein Familienmitglied – durch Tod trennen zu müssen. Und wie man damit umgehen kann.

Das alles ist das Verständnis der ALAMIO-Experten zum Umgang mit geschenkten Tieren. Wenn Du als Schenker die Notwendigkeiten dieser Hinweise verstanden hast und bereit bist, diese selbst um- und einzusetzen; wenn Du bereit bist, den Prozess als Coach und Mentor zu begleiten und Dir bewusst bist, was eine solche Schenkung an Eigenverantwortung auch für Dich mitbringt, dann bist Du am richtigen Weg. Aber nur dann.

Dann aber ist der Weg frei, dass Du Dir Gedanken für den Schenkungsprozess machst, diesen minutiös planst, allen Unbillen Vorbeugungsbeachtung schenkst und dich selbst an der Schenkung erfreuen darfst. Denn das Schenken selbst bereitet Dir sicherlich so viel Freude, wie dem Beschenkten sein Geschenk.

  • Die große Verantwortung des Schenkens

Willst Du ein Tier verkaufen oder verschenken ohne den oder die Beschenkte(n) zu kennen, so trägst Du noch eine weitere sehr große Verantwortung.

In so einem Fall ist es heutzutage zwingend notwendig, sich ein Bild darüber zu machen, ob es das Tier in Zukunft bei den neuen Besitzern gut haben wird, voraussichtlich Artgerecht gehalten wird, ob die neuen Besitzer die erforderliche und notwendige charakterliche Eignung aufweisen, ob eine tierärztliche Versorgung gewährleistet werden kann, und so weiter.

Zusammen gefasst kann man sagen: Als Schenker hast Du Prüfungs- und Kontrollverantwortung, derer Du Dich auch nicht entledigen kannst. Darüber musst Du Dir vollkommen im Klaren sein. Ansonsten können nicht nur wir von ALAMIO, sondern wohl kein Mensch der Tierhalter-Welt Dir ihren Segen für Dein Handlungsvorhaben geben. Wir gehen sogar so weit dass wir dann sagen: lass´ die Finger davon oder überlasse die Aufgabe lieber jemandem, der der Verantwortung gewachsen ist. Das kann zum Beispiel auch ein Tierheim sein.

Als abgebender Tierhalter bekommst Du durch den Gesetzgeber nicht automatisch das Recht zugeteilt, anderen nach Deinem Gutdünken “auf den Zahn zu fühlen”. Anders aber als für einen Arbeitgeber, der sich in einem Vorstellungsgespräch mit BerwerberInnen befindet, DARFST Du ALLE Arten von Fragen stellen, Du darfst Zutritt verlangen zum künftigen Lebensraum des Tieres, Du darfst verlangen, alle beteiligten Personen (also zum Beispiel Familienangehörige) persönlich kennen zu lernen, uns so weiter.

Die befragten oder so kontrollierten Personen haben jedoch in KEINEM Fall eine VERPFLICHTUNG, Auskunft zu erteilen oder Dir Zugang zu gewähren. Die dürfen das immer freiwillig tun.

Wenn Du aber Hund, Katze, Pferd, Goldhamster, Meerschweinchen, Schlange, Echse, Fische, ja sogar Kühe oder Schweine abgibst und Dir die Tier-annehmenden Personen nicht die gewünschten vollständigen Informationen geben oder Dir gar den Zutritt zum künftigen Lebensraum des Tieres verweigern, so liegt es bereits in diesem Stadium daran, Dir ein Urteil zu bilden. Und so kannst Du dann die Weitergabe (egal ob als Geschenk oder als Verkauf) einfach verweigern. Und das kann Dir niemand verbieten.

Denn der Tierschutz geht in jedem Fall vor.

Bereite Dich auf die Tierabgabe vor. Nimm Dir Papier und Stift und mach Dir eine Liste darüber, was Du alles erfragen willst. Ergänze die Liste mit Aktivitäten, welche Du durchführen willst, wie zum Beispiel eine Vor-Ort-Besichtigung des Ortes, wo das Tier hinkommt.

Setze einen Verkaufs- oder Schenkungsvertrag auf. Regle in diesem Vertrag, wie das Tier zu halten ist. Halte fest, welche Zusagen Dir mündlich gemacht wurden. Vergiss nicht: Leute die etwas haben wollen, geben dafür alle möglichen Versprechen ab – die aber im Zweifelsfall leider auch bald wieder vergessen sind. Deshalb nötige die Tierannehmenden Personen zur rechtsverbindlichen Zeichnung eines solchen Vertrages.

Regle darin auch unbedingt (sonst kannst Du den Vertrag auch gleich verbrennen) was eintritt oder eintreten soll, wenn Vertragsbedingungen NICHT erfüllt werden. Deshalb muss im gleichen Vertragswerk auch geregelt sein, wie die künftigen KONTROLLMÖGLICHKEITEN aussehen und wie diese durchgeführt werden.

Die im deutschsprachigen Raum sehr bekannte Tierschutzeinrichtung “Gut Aiderbichel” (bei seinen Kritikern gerne auch “Gut Eiterpickel” genannt) vermittelt teilweise auch Tiere (zum Beispiel, wenn mittelfristig in den Organisationen vor Ort kein ausreichender Platz für das Tier gewährleistet ist). Dabei wird aber ein hohes Augenmerk auf die anzunehmenden Personen gerichtet und oftmals durch Paten der künftige Lebensort begutachtet. Vertraglich wird vereinbart, dass das Tier im Eigentum der Stiftungsorganisation verbleibt und – sollten künftig durchgeführte Kontrollen das voraussetzen – jederzeit wieder zurück verlangt werden kann. Das ist eine hohe Hürde für die künftigen Tierhalter – aber auch sinnvoll und notwendig, will man das Tier langfristig schützen.

Großen Wert legen wir an dieser Stelle aber darauf festzustellen, keine Freunde von Gut Aiderbichel zu sein. Denn wer das Halten von Hunden in einzelnen Zimmern, auf Sofas und Betten für Artgerecht hält, dem ist – wie eben dem Gründer und Vorstand der Organisation – jegliche Fähigkeit Artgerechten Tierumgangs abzusprechen. Und es gibt genügend ehemalige Mitarbeiter (die Fluktuation ist gerade in den Betriebshäusern enorm hoch!), die von den in den Häusern herrschenden menschenunwürdigen Zuständen berichten, von unbezahlten Überstunden in gravierender Höhe, dadurch sich dezimierender Stundenlöhne im Bereich von deutlich unter fünf Euro; von Abhängigkeitsausnutzungen insbesondere der deutschen Sprache nicht so mächtiger Mitarbeiter ausländischen Ursprungs und immer wieder von haarstreubenden Personalentscheidungen die in ihren Einzelgrundlagen noch nie der realen Welt entsprochen hätten. Alles in Allem reden wir von einem sich hervorragend vermarkten könnenden Charismaten, dem das Recht zur fürsorglichen und Artgerechten Tierhaltung schon einmal deshalb abgesprochen werden muss, weil er noch nicht einmal mit den Menschen einen würdigen oder gar gerechten Umgang pflegt.

Weiterhin liegt in Deiner Verantwortung, das abzugebende Tier ausreichend medizinisch hast betreuen und untersuchen zu lassen (für Katze und Hunde ist Chippen heute ein MUSS!), das Tier bei einer freien Organisation angemeldet zu haben (zum Beispiel TASSO e.V.) und für ordentliche Übergabepapiere (wie etwa einem Impfausweis) zu achten.

Du siehst also: soll alles bedacht sein, so ist nicht nur die Verantwortung des Gebenden groß. Auch der dafür zu erübrigende Zeitaufwand spielt eine Rolle; genau so wie Kosten (zum Beispiel Tierarztkosten). Wobei Du letztgenannte durchaus der tierannehmenden Person übertragen kannst – ja, vielleicht auch sollst. Denn wenn es schon an der Bereitschaft oder Möglichkeit fehlt für diese Kosten aufzukommen – mit welcher Bereitschaft darfst Du in Zukunft bei dieser Person rechnen?